Hisako Kawamura und Ensemble

 

THÜRMER-SAAL

Friederikastr. 4, 44789 Bochum

Sonntag, 
16. Juni 2019, 16 Uhr (!)

Kammermusik am Nachmittag

HISAKO KAWAMURA (Klavier)
& Streicher der Bamberger Symphoniker


 

"Forellen, Hummeln und andere Köstlichkeiten..."

Franz Schubert (1797-1828)
Forellen-Quintett A-Dur D667, 4. Satz

Johann Nepomuk Hummel (1778-1837)
Klavierquintett es-Moll op. 87
u. a.

Hisako Kawamura (Klavier)
Streicher der Bamberger Symphoniker
Melina Kim (Violine)
Wolfram Hauser (Bratsche)
Uli Witteler (Violoncello)
Luuk Godwaldt (Kontrabass)

 

Eintritt
EUR 28 / erm. EUR 23
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Geboren in Nishinomiya (Japan), aufgewachsen in Deutschland, identifiziert sich Hisako Kawamura sowohl mit der europäischen als auch der japanischen Kultur. Stark beeinflusst von ihren Lehrern – Vladimir Krainev aus Russland und Małgorzata Bator-Schreiber aus Polen – lernte sie darüber hinaus die slawische Musik schätzen. Ihre von der internationalen Kritik begeistert aufgenommene Debüt-CD bei DiscAuvers mit Werken von Mozart, Schubert, Prokofiew, sowie ihre Schumann- und Chopin-Einspielung bei RCA Red Seal zeugen von ihrer Vielseitigkeit. Von dem Label Sony wurden bereits vier CDs veröffentlicht, die Kawamuras Vorliebe und Entwicklung in den letzten zehn Jahren belegen. Ihre letzte Veröffentlichung beinhaltet Rachmaninovs Klavierkonzert Nr. 2 mit der Tschechischen Philharmonie unter Jiří Bělohlávek und die Cello-Sonate mit Clemens Hagen.

Hisako Kawamura ist mehrfache Preisträgerin sowie Gewinnerin, etwa beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München, Concours Géza Anda in Zürich, Concorso Pianistico A.Casagrande in Terni, Concorso Internationale di Musica G.B.Viotti in Vercelli und Europäischen Chopin-Wettbewerb in Darmstadt. Spätestens durch den Gewinn des Concours Clara Haskil in Vevey zog sie die Aufmerksamkeit der Musikszene auf sich. Es folgten Einladungen internationaler Orchester (u.a. Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Wiener Symphoniker, Berner Sinfonie Orchester, City of Birmingham Symphony Orchestra, RTÉ Symphony Orchestra Dublin, Tschechische Philharmonie, Ungarische National Philharmonie, RSO Moskau, Russian National Orchestra, St. Petersburg Philharmonic Orchestra, NHK Symphony Orchestra, Yomiuri Symphony Orchestra, Japan Philharmonic Orchestra) und sie arbeitete zusammen mit Dirigenten wie Jiří Bělohlávek, Alan Buribayev, Alexander Dmitriev, Vladimir Fedosseyev, Junichi Hirokami, Eliahu Inbal, Marek Janowski, Paavo Järvi, Kenichiro Kobayashi, Zoltán Kocsis, Alexander Lazarev, Erwin Lukac, Mikhail Pletnev, Tatsuya Shimono, Yuri Temirkanov und Kazuki Yamada.

Außerdem gehört Kammermusik zu einer ihrer musikalischen Aktivitäten. So musiziert sie regelmäßig mit Cellisten wie Clemens Hagen, Maximilian Hornung sowie Tsuyoshi Tsutsumi zusammen. Zuletzt trat sie auf u.a. mit der City of Birmingham Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra unter Paavo Järvi, dem Symphonieorchester des Ungarischen Rundfunks unter Tamás Vásáry. Außerdem spielte sie Kammermusikprojekte mit dem Cellisten Maximilian Hornung, z.B. in der Wigmore-Hall London und Kioi-Hall Tokio. 

Für ihre künstlerische Tätigkeit erhielt sie diverse Kultur-Preise: den Fresh Artist Award der Nippon Steel Corporation, Idemitsu Music Prize der Firma Idemitsu Kosan, Preis der Chopin-Gesellschaft Japan, IUE-Kulturpreis und den Hotel Okura Musik PreisZuletzt nahm sie den Förderpreis für Junge Künstler im Fach Musik vom Minister für Erziehung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie Japans entgegen.

Inspiriert von der engagierten pädagogischen Tätigkeit ihrer Mentoren, die ihre pianistische und konzertante Erfahrung an die nächste Generation weitergaben, unterrichtet Kawamura an der Folkwang Universität der Künste in Essen, wo sie 2015 zur Professorin berufen worden ist. Außerdem ist sie eine Sonderlehrbeauftragte in Tokyo College of Music. 

Melina Kim-Guez (Violine) wurde in Stuttgart geboren und erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von sieben Jahren bei Hedwig Pahl. Sie studierte an der Musikhochschule Lübeck bei Nora Chastain sowie bei David Takeno an der Guildhall School of Music and Drama in London. Während ihres Studiums war sie als stellvertretende Konzertmeisterin des European Union Youth Orchestra sowie des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck tätig.  Melina Kim-Guez arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Bernard Haitink, Herbert Blomstedt, Christoph Eschenbach und Sir Colin Davis zusammen. Zu ihren Kammermusikpartnern zählten Künstler wie Barbara Hannigan und Lisa Batiashvili. Als Solistin und Kammermusikerin wirkte sie in vielen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen mit und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter den »Chartered Surveyors Prize« London und ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. 2003 erhielt sie ihre erste Stelle bei den Bamberger Symphonikern, seit 2005 ist sie Stimmführerin der zweiten Violinen.

Wolfram Hauser (Bratsche) erhielt seinen ersten Violinunterricht bei Ulrich Edelmann und Michael Wieck, später als Jungstudent bei Prof. Ingolf Turban an der Musikhochschule Stuttgart. Schon länger vom Klang der Bratsche begeistert, wechselte er zum Studium in die Klasse von Prof. Andra Darzins (Stuttgart). Hinzu kamen Auslandsstudien am Royal Northern College of Music (Manchester) bei Simon Rowland-Jones, sowie Meisterkurse bei Prof. Wolfram Christ, Prof. Barbara Westphal und Kim Kashkashian. Als Kammermusiker spielte er Konzerte bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem int. Musikfestival „Oberstdorfer Musiksommer“ und mit Musikern wie Ingo Goritzki und Lisa Batiashvili. Er war Stipendiat der Orchesterakademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und ist u.a. Preisträger des internationalen Violawettbewerbs "William Primrose" (USA). Seit September 2011 ist er Mitglied der Bamberger Symphoniker und spielte seitdem als Solo-Bratscher zur Aushilfe bei Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, dem Gürzenich-Orchester Köln und der NDR Radiophilharmonie." 

Bis Uli Witteler im März 2011 Solocellist des Münchner Kammerorchesters wurde, war er als Gründungsmitglied des Gémeaux Quartettes bekannt, mit dem er, nicht zuletzt durch einen dritten Preis und Publikumspreis beim ARD-Wettbewerb in München, auf eine rege internationale Konzerttätigkeit zurückblicken kann. Aufnahmen bei allen großen deutschen Rundfunkanstalten, sowie Einladungen bei renommierten Festivals wie u. a. dem Lucerne Festival, Davos Festival, Schubertiade Schwarzenberg oder den Festspielen Mecklenburg Vorpommern belegen dies. Mit dem Quartett unterrichtete er an der Musikhochschule Luzern und als Quartet in residence an der Folkwang Universität der Künste Essen. Als Solist trat er u.a. mit dem Sinfonieorchester Basel unter Ariel Zuckermann, dem Landesjugendorchester Nordrhein Westfalen und dem Offenbacher Kammerorchester unter Hubert Buchberger, sowie den Festival Strings Lucerne und dem Münchener Kammerorchester auf. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen u.a. Christian Poltera, Jens Peter Maintz, Clemens Hagen, Patrick Gallois, Sebastian Manz und Hisako Kawamura. Von 2011 bis 2013 unterrichtete er an der Folkwang Universität der Künste in Essen. 

Luuk Godwaldt (Kontrabass) studierte von 1996 bis 2001 am Brabants Conservatorium in Tilburg (Niederlande) bei seinem Vater Paul Godwaldt. Für das Aufbaustudium wechselte er nach Weimar, wo er im Jahr 2003 bei Prof. Horst-Dieter Wenkel seinen Abschluss erlangte. Nach zwei Jahren beim Leipziger Gewandhausorchester war Luuk Godwaldt zunächst Mitglied der Orchesterakademie der Staatsoper Berlin. 2005 trat er seine Stelle bei den Bamberger Symphonikern an.